Bei der Berechnung von Schottermengen spielen mehrere Faktoren eine wichtige Rolle. Besonders entscheidend sind Verdichtung (Kompression), Feuchtgehalt und die Zwischenräume im Material. Diese Einflüsse erklären, warum sich berechnete und tatsächlich benötigte Mengen unterscheiden können! Wichtig zu wissen: Unser Rechner funktioniert auf Basis der losen Menge unverdichtet. Anders ist es für Hersteller und Händler nicht möglich Vorgaben zu machen. Niemand kennt die tatsächliche Kompression vor Ort.
Verdichtet vs. unverdichtet:
Schotter wird in der Regel unverdichtet geliefert. Nach dem Einbau und dem
Verdichten mit Rüttelplatte oder Walze verringert sich das Volumen deutlich.
Je nach Material und Körnung kann die Kompression etwa 10–20 % betragen.
Für die Planung ist deshalb wichtig zu wissen, ob sich die berechnete Menge auf
den unverdichteten oder den verdichteten Zustand bezieht.
Wasser- und Feuchtgehalt:
Feuchter Schotter wiegt mehr als trockener, obwohl das Volumen gleich bleibt.
Niederschlag, Lagerung und Lieferbedingungen beeinflussen daher das Gewicht pro
Kubikmeter. Für Umrechnungen von Kubikmeter in Tonnen sollten immer Richtwerte
verwendet werden, da der tatsächliche Feuchtgehalt schwanken kann.
Zwischenräume (Hohlräume):
Schotter besteht aus einzelnen Körnern, zwischen denen Hohlräume entstehen.
Grobe Körnungen haben größere Zwischenräume als feine Gemische. Beim Verdichten
schließen sich diese Zwischenräume teilweise, was das Volumen reduziert und die
Tragfähigkeit erhöht. Deshalb benötigt man im Anlieferzustand mehr Material als
im später verdichteten Zustand sichtbar bleibt.